Foto: Hauke Dressler, © Hauke Dressler

Fühlst Du? Tisa von der Schulenburg – Der empathische Blick

10. Februar 2026 – 27. September 2027
Deutsches Bergbau-Museum Bochum
Am Bergbaumuseum 28
44791 Bochum

Tisa von der Schulenburg (1903–2001) erfasst über ihre Zeichnungen das, was Empathie ausmacht: die Fähigkeit, sich unvoreingenommen in die Perspektive des Gegenübers hineinzuversetzen. Es geht dabei nicht um bloßes „Mitfühlen“, sondern darum, Gefühlszustände anderer zu erkennen, ohne sie mit den eigenen zu verwechseln. Im Mittelpunkt des Werkes Tisa von der Schulenburgs stehen körperlich und seelisch gezeichnete Menschen in sozial herausfordernden Kontexten. Sie zeigt Menschen so, wie sie selbst Zeit ihres Lebens agierte: nicht als Opfer, sondern als handlungsfähige Akteure. Die Sonderausstellung schafft einen Kontext, indem sie die Werke, Fotos und Audios von Tisa von der Schulenburg szenografisch so im Raum anordnet, dass die Besuchenden Zusammenhänge verstehen und emotionale Bezüge herstellen können. Sie will nicht nur informieren, sondern auch gezielt Empathie fördern, indem sie Lebenswelten, Erfahrungen oder Schicksale nachvollziehbar macht.

Detailansicht einer Ausstellung mit einem historischen Porträt eines Mädchens vor einer großformatigen Landkarte. Daneben hängen Scherenschnitt-Silhouetten spielender Kinder, die unterschiedliche Alltagsszenen darstellen.
Ausstellungsbereich mit einer großen historischen Landkarte, Stationen zu Tressow, Münster, Berlin und Potsdam sowie einer Einführungstafel mit der Überschrift „FÜHLST DU?“. Im Vordergrund stehen Vitrinen und historische Fotografien.
Runder Ausstellungsraum mit einer umlaufenden Illustration von Menschen in Uniform vor einem flammenartigen Hintergrund. In der Mitte laden hölzerne Sitz- und Medienstationen unter dem Schriftzug „FÜHLST DU?“ zum Verweilen und Informieren ein.
Ausstellungsbereich mit vielen vergößerten und beleuchteten Zeichnungen, die Bergarbeiter darstellen, die teils Untertage bei der Arbeit dargestellt werden.
Bildrechte: Foto: Hauke Dressler, © Hauke Dressler