Auf dem Bild sind zwei Fotos abgebildet. Im musealen Kontext sind die Fotos auf einer dunkelgrauen Wand angebracht, darunter sind Texttafeln. Beide Fotos sind schwarz-weiss, auf dem linken Bild Sieht man einen älteren Mann, er wird als Herbert Rubinstein benannt. Auf dem rechten Bild ist die Rabbinerin Elisa Klapheck im Gebet zu sehen.
Foto: JMW
Wanderausstellung

Jüdisches Leben sichtbar machen. Ausstellung mit Fotos von Dirk Vogel

01. Juli 2021 – 01. Oktober 2021
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Str. 1
46282 Dorsten

Seit mehr als 25 Jahren fotografiert Dirk Vogel, Diplom-Fotodesigner aus Altena, immer wieder das jüdische Leben in NRW. Feste in den Kultusgemeinden, privat in Familien, Porträts für eigene Projekte und im Auftrag, so z.B. für das Jüdische Museum Westfalen. Dabei entstand ein breites Spektrum an Motiven. Junge Menschen in Schulen und Kindergärten, alte Menschen beim gemeinsamen Kaffeetrinken in der Gemeinde, alteingesessene Gemeindemitglieder und Zugewanderte, schon angekommen in einer Gemeinde oder noch im Aufnahmezentrum Unna-Massen. Gerade bei den Porträts zeigt Dirk Vogel seit vielen Jahren einen eigenen Stil. Er bevorzugt es, die Personen in ihrem Lebensumfeld, ob privat oder beruflich, zu fotografieren. Meist dürfen sie sich selbst dem Fotografen präsentieren. In seinen Aufnahmen belegt Dirk Vogel, dass Juden und Jüdinnen nicht als solche erkennbar sind, und dass sie nicht in jeder Lebenslage Teil einer jüdischen Gemeinde sind oder sich in einem jüdischen Kontext bewegen. Dirk Vogel pflegt bis heute die klassische Fotografie unter Verwendung von Schwarzweißfilmen. Alle Fotos entstanden auf traditionelle Weise mit älteren Leica-Kameras. Für diese Ausstellung wurden die Negative gescannt und die Fotos auf Kunststofftafeln gedruckt. Es gibt 42 Fototafeln (Hoch- und Querformat) und drei Texttafeln (Hochformat), alle in der Größe 40 x 60 cm. Die Tafeln sind mit Aufhängevorrichtungen versehen. Hinzu kommen kleine Tafeln (10 x 18 cm) mit kurzen Texten zu den Bildern. Die Ausstellung ist Teil des bundesweiten Veranstaltungsprogramms zum Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“.