Diese Ausstellung mit regionalen Bezügen aus ganz Nordrhein-Westfalen nimmt aktuell vorhandene Zeichen und Spuren jüdischen Lebens auf und zeigt Verknüpfungen zwischen gegenwärtigen Themen jüdischen Lebens, der jüdischen Regionalgeschichte und Fragen der Geschichtskultur auf. Der Blick der Ausstellung ist retrospektiv. Ausgehend von der gebliebenen Spuren jüdischen Lebens in vielen Orten – Gedenksteine und Friedhöfe – stellt sich die Frage nach dem Schicksal der jüdischen Menschen und dem Umgang mit der Geschichte. Der Schwerpunkt der Betrachtungen liegt dabei auf den letzten 110 Jahren. Wie hat sich das jüdische Leben in diesem Zeitraum verändert? Welchen Einfluss hatten die Zuwanderungsbewegungen in den 1920er, 1950er und 1990er Jahren? Vorgestellt werden auch Kultur- und Sportvereine, zionistische Gruppen etc. Wie zeigt sich jüdisches Leben in der Öffentlichkeit und in den Medien? In einem Exkurs erhält der Besucher einen Überblick über die 1000jährige Geschichte. Die Ausstellung richtet sich vor allem an Schulen; diese können die Präsentation um eigene lokale Recherchen anreichern.
