Jahrestagung Netzwerk Publikumsforschung NRW 2027

16. Februar 2027

Ruhr Museum, Essen
© Stiftung Zollverein / Jochen Tack  

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Jahrestagung des Netzwerks Publikumsumforschung NRW

Am 16. Februar 2027 kommen wir im Rahmen der Jahrestagung des Netzwerks Publikumsforschung NRW wieder zusammen, um Besucher:innenforschung unter die Lupe zu nehmen. Dieses Mal in der beeindruckenden Kulisse des Ruhr Museums in Essen.

Die Anmeldung startet noch in diesem Jahr. Weitere Informationen folgen in Kürze.

Programm

Informationen zum Programm folgen bald.

9:30 Uhr | Ankommen und Kaffee

10:00 | Begrüßung und Warm Up

10:45 Uhr | Impulsvortrag: Nicht-Besucher*innenforschung – Audience Development für Kulturinstitutionen, Prof. Dr. Martin Tröndle, Zeppelin Universität Friedrichshafen (online)

11:30 Uhr | Kaffeepause

11:45 Uhr | Impulsvortrag: Nicht-Besucher*innen im Fokus: Wer sie sind und wie sie (nicht) erreicht werden können,  Dr. Thomas Renz, Institut für Kulturelle Teilhabeforschung, Berlin

12:30 Uhr | Mittagspause (Selbstzahler)

13:30 Uhr | Praxisbeispiel: Raus aus der bubble: Partizipation für neue Zielgruppen – Kurze Einführung und Führung durch die neue Dauerausstellung, Dr. Katja Stromberg, Museum Stadt Lünen und Paul Beaury/ Julia Tödt, museeon

14:15 Uhr | Kaffepause

14:30 Uhr | Best-Practice-Beispiele 

  • Wie Studien zu Nichtbesucher:innen konzipieren? Praxisbezogene Anleitung im Selbstlernkurs bei Next Step Culture, Dr. Nora Wegner, KULTUREVALUATION WEGNER Karlsruhe (digital)

  • Wer ist der Nicht-Besucher? Auswirkungen der Definition von „Nicht-Besuchern“ in Bevölkerungsstudien und ein Vorschlag zur Standardisierung des Begriffs, Prof. Dr. Tibor Kliment, Rheinische Hochschule Köln 

  • Nichtbesucherforschung, komplizierter aber wichtiger – Erfahrungen, Fallstricke, Stolpersteine und Diskussionsimpulse, Prof. Dr. Bernd Günter, Universität Düsseldorf

  • Nicht-Besucher:innenbefragung: Inklusion im Fokus – erste Schritte einer qualitativen Untersuchung, Reyhan Özdemir, LWL-Museum für Naturkunde Westfälisches Landesmuseum mit Planetarium, Münster

16:00 Uhr | Plenum und Abschluss

Informationen zu den Vorträgen

Dr. Christian Klicki, Beigeordneter der Stadt Lünen

Dr. Katja Stromberg, Leitung Museum Stadt Lünen

Thomas Schmäschke, stellv. Vorstandsvorsitzender Museumsverband Nordrhein-Westfalen

Silke Steffens, Besucher:innenforschung, DASA Arbeitswelt Ausstellung, Dortmund

Karin Ruhmöller, Wissenschaftlicher Dienst/Bildung, Vermittlung und Besucher:innenforschung, LWL-Freilichtmuseum Hagen, Westfälisches Landesmuseum für Handwerk und Technik

Prof. Dr. Martin Tröndle, Zeppelin Universität Friedrichshafen

Repräsentative Studien zum Freizeitverhalten legen nahe, dass seltene Besucher und Nichtbesucher kultureller Einrichtungen die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland ausmachen. Diese Gruppe ist jedoch weitgehend unerforscht. Der Vortrag konzentriert sich auf ihre Motivation, nicht zu besuchen, ihre Präferenzen und Einflüsse. Warum besuchen Menschen kulturelle Einrichtungen und warum nicht? Um dieser Frage nachzugehen, wurden mehr als 1.200 Studierende berliner Hochschulen in standardisierter Form zu ihrem Kulturkonsumverhalten befragt. Diese groß angelegte Studie konnte aufzeigen, welche Hindernisse für den Besuch von Kulturinstitutionen bestehen. Das Konzept der „Nähe“ kann genutzt werden, um Menschen anzusprechen, die bisher keinen Bezug zur Kulturorganisation hatten, und so eine Verbindung zu bisher unerreichten Gemeinschaften herzustellen. Der Vortrag gibt einen Überblick über dieses empirisch fundierte Konzept der „Nähe“, das in der Wissenschaft zum Verständnis der Motivationen von (Nicht-)Besuchern, aber auch in der Publikumsentwicklung eingesetzt werden kann.

© Colya Kärcher

Dr. Thomas Renz, Institut für Kulturelle Teilhabeforschung, Berlin

Dr. phil. Thomas Renz (*1979) ist Kulturwissenschaftler. Seit 2020 forscht er am Institut für Kulturelle Teilhabeforschung in der Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung in Berlin zu Fragen der strategischen Publikumsentwicklung von Kulturorganisationen und Verwaltungen. Von 2017-2020 wirkte er als kaufmännischer Geschäftsführer und künstlerischer Leiter des Stadttheaters Peiner Festsäle / Kulturring Peine. Von 2010 bis 2017 lehrte und forschte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim.

Dr. Katja Stromberg, Leitung Museum der Stadt Lünen

Paul Beaury und Julia Tödt, museeon

Dr. Katja Stromberg ist Textilwissenschaftlerin und leitet seit 2018 das Museum der Stadt Lünen. Nach ihrem Studium an der TU Dortmund promovierte sie über „Schuhpraktiken zu Beginn des 21. Jahrhunderts“ und arbeitete zuvor in verschiedenen Bereichen der Kulturvermittlung. Unter ihrer Führung hat das Museum ein modernes, partizipatives Profil entwickelt: Es versteht sich heute als lebendiger Kultur- und Lernort mit dialogischen Formaten, interaktiven Ausstellungen und starker Einbindung der Stadtgesellschaft. Stromberg verbindet in ihrer Arbeit Bewahren und Teilhabe – für ein offenes, inklusives Museum, das die Vielfalt der Stadt sichtbar macht.

Dr. Nora Wegner, KULTUREVALUATION WEGNER Karlsruhe

Dr. Nora Wegner ist als Geschäftsführerin von KULTUREVALUATION WEGNER in Karlsruhe spezialisiert auf Evaluation, Publikums- und Nichtbesucher*innenforschung. Sie studierte Kulturmanagement, Angewandte Kulturwissenschaft und Pädagogik und promovierte zum Publikum von Sonder- und Dauerausstellungen. Sie hat regelmäßige Lehraufträge inne und gibt in Workshops und Vorträgen sowie Publikationen ihre Erfahrungen weiter.

Prof. Dr. Tibor Kliment, Rheinische Hochschule Köln

Weitere Informationen folgen. 

Prof. Dr. Bernd Günter, Universität Düsseldorf

Studium in Münster und Bochum; Promotion zum Dr.rer.oec.

1989 – 1991: Professur für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der FU Berlin

1991 – 2014: Professur für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketing, an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

1998 – 2000 und 2009 – 2013:
Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

2002 – 2022: Gesellschafter, Mitbegründer
und Dozent Düsseldorf Business School

2007 – 2016: Dozent am Center of International Arts Management CIAM, Köln

Derzeit u.a. Lehrbeauftragter an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf im Studiengang „Kunstvermittlung und Kulturmanagement“

Beratungs-, Seminar- und Vortragstätigkeit an verschiedenen Institutionen, insbesondere im Kulturbereich

u.a. Mitglied Deutscher Museumsbund und ICOM Deutschland (International Council of Museums)

Arbeitsschwerpunkte: Marketing, Beziehungsmanagement, Dienstleistungs-management, Management und Marketing für Kunst und Kultur, Stadt- und Regionenmarketing, Marktforschung und Besucheranalysen

Reyhan Özdemir, wissenschaftliche Referentin für Diversität und Inklusion am LWL-Museum für Naturkunde Westfälisches Landesmuseum mit Planetarium, Münster

Reyhan Özdemir ist wissenschaftliche Referentin für Diversität und Inklusion am LWL-Museum für Naturkunde. Sie hat Kulturanthropologie an der Universität Münster im Master studiert. Ihre Stelle wird durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der diversitätsorientierten Öffnung von Publikum, Personal und Programm. In ihrer Arbeit befasst sich Reyhan Özdemir Sie unter anderem mit Nicht-Besucher:innenbefragungen, insbesondere mit einem Fokus auf Menschen mit Sehbehinderungen und Blinde.

 

Der Tagungsort:

Ruhr Museum
Gelsenkirchener Str. 181
45309 Essen

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Straßenbahn 107 (Haltestelle Zollverein, 4 Minuten Fußweg)
Bus 170 (Haltestelle Zollverein Nord, 10 Minuten Fußweg)
Bus 183 (Haltestelle Kohlenwäsche, 2 Minuten Fußweg)
Regionalbahn RB 32 (Haltestelle Zollverein Nord, 10 Minuten Fußweg)

Anreise mit dem Auto
Parkplätze A1 und A2 (kostenlos, 2 Minuten Fußweg)
Anfahrtsadresse Fritz-Schupp-Allee