Das Förderprogramm „Koloniale Kontexte“ des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste unterstützt Projekte zur Erforschung und Aufarbeitung von Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten. Ziel ist es, historische Erwerbszusammenhänge transparenter zu machen, Objekte mit problematischer Provenienz zu identifizieren und eine Grundlage für Dialog, Kooperation und ggf. Rückgabe mit Herkunftsgesellschaften zu schaffen.Dabei gibt es zwei Formen der Projektförderung – langfristiger und kurzfristiger Forschungsbedarf.
Wer wird gefördert?
- Museen, Archive, Universitäten, Forschungseinrichtungen
- Öffentliche und gemeinnützige Träger mit kolonialhistorisch relevanten Sammlungen
- Private Einrichtungen, die nach §59 in Verbindung mit §52 Abgabenordnung als gemeinnützig anerkannt sind und ihren Sitz in Deutschland haben
Was wird gefördert?
Provenienzforschung zu Sammlungen mit kolonialem Kontext
Aufbau internationaler Kooperationen (insb. mit Herkunftsgesellschaften)
Projekte zur Digitalisierung und Dokumentation von Sammlungsgut
Veranstaltungen, Bildungsmaßnahmen und wissenschaftliche Publikationen
Erarbeitung von Rückgabekonzepten
Förderkriterien
(Offenheit für) Partnerschaften mit Akteur:innen aus Herkunftsgesellschaften
Transparente und wissenschaftlich fundierte Projektkonzeption
Nachhaltigkeit der Maßnahmen und öffentlicher Zugang zu Ergebnissen
Förderrichtlinien zur Provenienzforschung kolonialer Kontexte
Fristen und Antragsdokumente
Neuanträge für langfristige Projekte können jeweils zum 01. April und 01. Oktober eingereicht werden. Anträge auf Verlängerungen sowie kurzfristige Projekte können jederzeit eingereicht werden. Projektantrag mit Zeit- und Finanzierungsplan ist erforderlich.
Weitere Hilfestellungen, Hinweise und Dokumente finden Sie auf der Website.
Kontakt- und Beratungsmöglichkeiten
Deutsches Zentrum Kulturgutverluste
Humboldtstraße 12, 39112 Magdeburg
Tel.: 0391 727763-0
E-Mail: info@kulturgutverluste.de