Das Förderprogramm Provenienzen NRW dient der Intensivierung der Provenienzforschung in Nordrhein-Westfalen und soll sie als dauerhafte Kernaufgabe in Einrichtungen etablieren. Gefördert werden Vorhaben zur Provenienzforschung sowie zur Kommunikation, Präsentation und Publikation ihrer Ergebnisse. Dazu zählen die Auseinandersetzung mit der eigenen Sammlung (Objekte, Quellen, Dokumentation, Digitalisierung), der Sammlungs- und Institutionsgeschichte sowie Maßnahmen wie Ausstellungen, Publikationen, Veranstaltungen, Medien und Produkte.
Wer wird gefördert?
Gefördert werden kommunale sowie überwiegend öffentlich getragene Museen, Bibliotheken und Archive. Sie werden unterstützt, ihrer Selbstverpflichtung gemäß den Washingtoner Prinzipien und der Gemeinsamen Erklärung nachzukommen. Neben Projekten zum NS-verfolgungsbedingten Entzug – insbesondere von Kulturgut aus jüdischem Besitz – werden auch Vorhaben zur Aufarbeitung von Entzug in der SBZ/DDR sowie aus kolonialen Kontexten gefördert.
Was wird gefördert?
Förderungen sind in drei sogenannten Fördersäulen möglich:
I. Grundlagen, (vorbereitende) Recherchen
II. Finanzierungsanteil im Rahmen eines DZK-Projektes
III. Produkte und Maßnahmen der Veröffentlichung / Nachbereitung
(Publikation, Kommunikation etc.
Förderkriterien
Fristen und Antragsdokumente
Die Koordinationsstelle für Provenienzforschung in Nordrhein-Westfalen (KPF.NRW) ist vor Antragstellung seitens der Projektträger zu kontaktieren. Die KPF.NRW berät die Antragsstellenden zu Projektinhalten und Projektabläufen und ist dabei behilflich, realistische Projektziele sowie Erfolgskriterien zu formulieren. Eine Beratung vor An-tragstellung ist verpflichtend!
Anträge sind für Projekte, die im darauffolgenden Jahr beginnen, zu stellen. Die Antragsfrist ist der 30. November. Änderungen im Verlauf des Projektes sind der Bezirksregierung sowie der KPF.NRW in schriftlicher Form mitzuteilen.
Kontakt- und Beratungsmöglichkeiten
Koordinationsstelle für Provenienzforschung in Nordrhein-Westfalen
Bachstraße 5-9
53115 Bonn
E-Mail: kontakt@kpf.nrw
Tel. +49 228 2070 160